Bestandteile einer Creme/Lotion

Bestandteile einer Creme/Lotion
1. Oktober 2019 3 min zum lesen

Bestandteile einer Creme/Lotion

Bestandteile einer Creme mit wasserlöslichen Aromen

Das Angebot an Cremen in Kosmetik Shops ist riesig! Und doch ist es manchmal schwierig eine passende Creme mit dem richtigen Aroma zu finden. Da bietet es sich an eine den Versuch zu wagen und eine eigene Creme, ganz nach seinen Bedürfnissen herzustellen.  Zudem macht es auch eine Menge Spass seine eigene Kreation zu entwickeln.

Kleiner Tipp: Halten Sie die Rezepte fest, um auf deren Base die Rezeptur weiterzuentwickeln.

Wenn man sich entscheidet, seine eigene Creme herstellt, haben Sie den Vorteil mit Wirkstoffen zu experimentieren, die individuell auf Sie zugeschnitten sind. Sie sollten sich dementsprechend die Frage stellen, ob die Creme Wirkstoffe enthalten soll, oder einfach eine Feuchtigkeitsspendende Creme sein soll. Eine selbstgemachte Creme kann ein originelles Geschenk sein.

Im Gegensatz zur Herstellung von Salben, welche mit fettlöslichen Zutaten hergestellt sind, ist es bei Cremen mit Wasseranteilen wichtig, auf eine saubere Arbeitsweise zu achten.

Welche Zutaten werden für eine Creme benötigt?

Emulgator

Eine Creme beinhaltet jeweils eine Emulsion aus Wasser und Öl. Dieser Emulsion werden nach Bedarf weitere Zutaten und Wirkstoffe hinzugegeben. Wasser und Öl verbinden sich Aufgrund ihrer molekularen Eigenschaften zunächst nicht miteinander. Um aus diesen Bestandteilen eine Creme herzustellen, benötigen wir einen Emulgator.

Ein Emulgator, welcher man für Cremen verwendet, besteht aus Molekülen mit zwei Enden, welche sich einerseits mit Fett-Molekülen, andererseits mit Wasser-Molekülen verbinden kann. Infrage kommen unter anderem die drei gängigsten Emulgatoren; Emulsan, Wollwachsalkohol und Fluidlecithin. Selbstverständlich gibt es noch weitere Emulgatoren, welche Sie nutzen können. Alternativ können auch Lanolin oder Wachs genutzt werden, aber da braucht es ein wenig mehr Geduld beim Einrühren der Creme.

Öl Anteil

Als zweite Zutat wird ein Basis Öl benötigt. Entscheidend in der Wahl des Basis Öl, dass es sich um ein möglichst Geruchsarmes Öl, wie zum Beispiel Jojobaöl handelt. Je mehr Eigenaroma ein Öl hat, desto eingeschränkter ist man in der Wahl des Aromas, damit eine wohlriechende Gesamtmischung entsteht. Als Basis Öle werden gerne Mandel-, Oliven, Lein-, Sesam oder Rapsöl verwendet. Als Öl Basis können auch feste Pflanzenfette wie Kakao, Kokos, Shea- oder Mango Butter genutzt werden.

Sofern man der Creme einen Wirkstoff hinzufügen möchte, kann Auszüge aus Heilpflanzen nutzen. Es gibt auch Öl, welche von sich aus über spezielle Wirkstoffe verfügen, wie Nachtkerzen, Leinen Öl oder Arganöl. Diese werden meist sparsam eingesetzt, da diese relativ teuer sind.

Es bietet sich an mehrere Öle für die Herstellung zu verwenden und preiswerte Basis Öle sowie hochwertige Wirkstofföle in einem individuellen Verhältnis anzumischen.

Wasser Anteil

In den meisten Cremen ist üblicherweise ein Wasseranteil enthalten. Hierfür können Sie abgekochtes Leitungswasser benutzen oder kaufen ein stilles Mineralwasser. Die meisten Aromen in unserem Sortiment sind Wasserlösliche Aromen. Es ist auch möglich Pflanzliche Auszüge mit wasserlöslichen Wirkstoffen herzustellen. Am gängigsten ist die Verwendung eines Sudes oder einem Tee oder einem Hydrolat.

Andererseits können auch Kaltwasser Auszüge verwendet werden, wobei bei der Herstellung sehr auf die Reinlichkeit zu achten ist. Wasser ist relativ anfällig für die Besiedlung von Bakterien, Pilzen und Hefekulturen. Das ist auch der Grund weshalb selbstgemachte Cremen nicht sehr haltbar sind. Wichtig ist die kühle Lagerung und / oder die Wahl eins natürlichen Konservierungsmittels wie Alkohol.

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